Barbara-Konzert Rückblick 2013

"Crime-Time" - unter diesem Motto stand das diesjährige Barbarakonzert des Musikvereins Freilingen, das am Samstag, 30. 11. 2013 wieder zahlreiche Musikfreunde in den Saal der Gaststätte Meiershof lockte.

Spannung kam dabei direkt zu Beginn des Konzertes auf, als die Musiker, die unter großem Applaus die Bühne betreten hatten, auf ihren Dirigenten warten mussten. Hans-Gert Knutzen war nicht etwa verspätet zum Konzert erschienen, sondern hatte sich vielmehr entsprechend des musikalischen Themas des Abends noch kurz vor Konzertbeginn das klassische Outfit eines Kriminalisten übergezogen (Trenchcoat, Hut und dunkle Brille), um so das Publikum schon zu Anfang auf die folgenden Kriminalstücke entsprechend einzustimmen.

Was dann im Anschluss geboten wurde, war dann wieder Unterhaltung vom Feinsten, bei der nur die Musiker ein ausgesprochen abwechslungsreiches und vielfältiges Programm boten, sondern auch der "Mann am Taktstock" wie immer bestens aufgelegt in schwungvoller und unterhaltsamer Manier zu den einzelnen Stücken entsprechende Hintergrundinformationen lieferte. 

So erfuhr man im ersten Teil des Konzertabends im Hinblick auf den präsentierten Krönungsmarsch etwas über das grausige Schicksal der Wiedertäufer in Münster. Bei der Vorstellung der verschiedenen Krimi-Melodien (u.a. Derrick, The Pink Panther, Miss Marples Theme, Skyfall, Mission Impossible) erzählte der Dirigent, wie oft und wann tatsächlich Derrick Harry den Wagen holen schickte und wie viele James Bond Hauptdarsteller es tatsächlich gab (nicht jeder hätte die 6 Schauspieler gewusst). Locker plauderte Hans-Gert Knutzen auch darüber, dass "Mission impossible" nichts mit Kartenmischen zu tun habe, sondern eine Actionfilmreihe sei, die auf eine Fernsehsendung in den 1960er Jahren zurückgehe. Man erfuhr, dass die Lieblingssendung des Dirigenten im Vorabensprogramm "Die Rosenheim-Cops" ist, wobei ihm besonders angetan hat, dass ein Nebenerwerbslandwirt mit Milchviehbetrieb im Hauptberuf Krminialhauptkommissar ist, was vielfach zu Komplikationen im dienstlichen Alltag führt.

 

Nach der Pause ging es dann weniger kriminalistisch zu. Zunächst führte die "Jugendabteilung" des Musikvereins mit dem schon in den Startlöchern stehenden Nachwuchs einige in Eigenregie eingeübte weihnachtliche Stücke auf. Julia Schnichels, Louis Schnichels, Daniel Ramers und Madita Lohmann demonstrierten dabei, dass man sich in den nächsten Jahren auf einige talentierte Eigengewächse des Musikvereins freuen kann, die die Lücken geschlossen halten. 

Anschließend waren dann wieder die "Großen" am Zug, die mit verschiedenen Polkas und altbekannten Schlagermelodien das abwechslungsreichen Programm fortsetzten. Bei den "Happy Trombones" zeigten Peter Reiferscheid, Guido Riethmeister und Helmut Reifferscheid, dass dieses Stück (laut des Dirigenten) nichts mit Thrombose zu tun hat, sondern mit bestens aufgelegten Posaunespielern. Neben Stücken wie "Ein schönes Stück Erde", gesanglich begleitet von Heike und Guido Riethmeister, "Leichtes Blut" von Johann Strauß Sohn und "Wir Musikanten" wurde dann zum offiziellen Schluss noch "One moment in Time" vorgetragen.

Bei diesem im Original gesungen Titel von Whitney Houston kam richtige Weihnachtsstimmung auf, da alle Gäste die auf den Tischen bereit gelegten Wunderkerzen anzündeten und damit im Takt mitwiegten.

Nach so einem stimmungsvollen Ende ließ das Publikum den Musikverein natürlich nicht ohne die geforderten Zugaben von der Bühne. 

Hier konnte dann noch einmal bei den bekannten Blasmusikstücken "Böhmischer Traum" und "Auf der Vogelwiese" mitgeklatscht werden. 

Absoluter Höhe- und dann auch Schlusspunkt war dann die Präsentation der neuen "Freilinger Nationalhymne". Dabei wurde das Stück "Kammeraden zur See" einfach in "Kammeraden vom See" umgetauft und mit einem neuen Text versehen. Den hatte sich die Schriftführerin des Musikvereins und kreative Landwirtin Ingrid Reiferscheid mal eben beim Kühemelken einfallen lassen. Und da der Text auf der Rückseite des Programmheftes abgedruckt war, konnte der gesamte Saal direkt mit einstimmen.

Ein insgesamt mehr als gelungener Abend, auf dem insbesondere auch die "Delegation" aus Belgien vom befreundeten Musikverein, den Königlichen Fanfaren St. Lambertus aus Eindhout viel Spaß und Freude hatte. 

Text bei Simone Böhm (siehe WiF) / Fotos von Dirk Lohmann 

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